Donnerstag, 29. Mai 2014

7# Rezension: Der geheime Name

Bildquelle: Amazon.de
— Der geheime Name
— Daniela Winterfeld
— 528 Seiten
— ISBN 3426511274
— Young Adult, Märchen, Romance
 Gelesen in Deutsch
Inhalt: Seit Fina sich erinnern kann ist sie mit ihrer Mutter auf der Flucht. Angeblich vor ihrem Vater - ein Stalker. Doch irgendwann kann und will Fina nicht mehr und flüchtet sich heimlich zu ihrer Großmutter. Am Rand des Moores trifft sie dort neben dem Haus einen geheimnisvollen Jungen der im Wald zu leben scheint. Aber er lebt dort nicht alleine... etwas düsteres hat sie scheinbar schon längst erwartet.



Meinung: Ich habe dieses Buch schon letztes Jahr gelesen, möchte aber noch ein paar Rezensionen nachholen und ich habe bisher nichts deutschsprachiges rezensiert, da dachte ich mir "Hey", diese Rezi schwebt schon länger als Entwurf herum.

Zu dem Buch habe ich sehr gemischte Meinungen. Einerseits liebe ich es - andererseits weiß ich nicht was ich davon halten soll. Konnte es nämlich irgendwie nicht so recht ernst nehmen, in meinen Augen war es äußerst unfreiwillig amüsant. Ich werfe nur mal ein: Rumpelstilzchen war sehr standhaft...
Das Buch stellt nämlich ein Re-Telling des Rumpelstilzchens dar. Besser gesagt so eine Art Fortsetzung in heutiger Zeit. Bösewicht ist dieses Mal ein Vetter des uns bekannten Wesens.

Hatte ein paar Probleme mich in die Handlung hinein zu finden, der Schreibstil war recht schwülstig und teilweise langatmig, alles wirkte ein wenig konstruiert. Besonders Finas Flucht, aber irgendwie konnte ich es dennoch nicht weglegen. Ich hatte das wohl beste schlechte Buch gefunden, was ich seit langem damals gelesen habe.
Die Protagonistin leidet scheinbar unter dem Stockholm-Syndrom, handelt hin und wieder unnachvollziehbar, ihre Oma und ihre Mutter zeigen wenig Einsatz und Sorge (ganz egal dass das Mädchen ein paar Tage im Wald verschwindet) und hey, da passiert so einiges an kuriosen Zwischenfällen. Hormone und so. Auch das Ende gehört wohl zu den kitschigsten, die ich je lesen durfte.

Aber trotz allem hat es dieses Buch in meine All-Time-Favorites geschafft. Gehört jetzt zwar nicht unbedingt zu DEN Lieblingsbüchern, aber es hat mich auf erstaunliche Weise sehr unterhalten. Einfach weil es mich so überrascht hat, hätte niemals erwartet was ich am Ende serviert bekam. Und das ein Buch einen gut unterhält, dass ist ja mit das wichtigste was es so liefern soll, ganz egal in welcher Form - ob nun gewollt oder ungewollt.

Auch wenn ich dem Buch am Ende, sachlich gesehen, nicht mehr als 3 Punkte vergeben kann, so hat es in meinem Herzen ganze 5 verdient!


 Punkte 3 | 5 

Kommentare:

  1. "Das beste schlechte Buch seit langem" auch ein interessanter Ausdruck :P Aber ich verstehe, was du meinst. Einerseits gab's Dinge, die einen stören, andererseits fesselt es irgendwie trotzdem. Mit der fehlenden Sorge als sie im Wald ist, ist mir auch aufgefallen. Aber ich glaube, die Zeit verging zumindest unterschiedlich?

    Ich mochte es gerne, weil ich vor allem auf märchenhafte Geschichten stehe. Kann deine Kritik aber auch voll und ganz nachvollziehen, manche Stellen warten etwas langatmig und nicht als war 100% nachvollziehbar. Trotzdem war ich total gefangen und hab es fast in einem Rutsch durchgelesen. Kennst du "Harpyienblut" von der Autorin? Das war irgendwie noch mehr "anders", schwierig zu beschreiben. Aber ganz sicher, ob es dir gefallen würde, bin ich mir nicht :)

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    1. Da ist ja noch jmd wach!

      Ha ha ja! Habe es echt in einem Rutsch durchgelesen. War trotz allem sehr gebannt davon. Deswegen hat es im Herzen ja die vollen 5 Punkte erhalten :P

      Ob die Zeit anders verlief weiß ich gar nicht mehr, kann mich zumindest nicht so genau daran erinnern. Das einzige was sich in mein Gedächtnis eingebrannt hat, war das perverse Rumpelstilzchen *hust hust* Als ich das Buch einmal in der Tram las musste ich mir das Lachen so verkneifen, für solche Momente schätze ich es auf seine eigene Weise.

      Oh, kenne bisher keine anderen Bücher von ihr, ich werde mich mal nach dem Roman umschauen und bin sehr gespannt! Kann mir gar nicht vorstellen warum ich es nicht lesen sollte *lach*

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    2. Ich glaube, weil ich es an sich schlechter fand, als "Der geheime Name". Also die Idee war ziemlich gut, aber machmal hatte die Hauptfigur so ihre Aussetzer. Und ich hatte es in einer Zeit gelesen, als mir Romantasy Bücher noch nicht so auf den Zeiger gingen. Aber mit "Harpyienblut" wurde ich überhaupt erst auf die Autorin aufmerksam und hab seither alle ihre Bücher mal probiert. Sie hat noch eine Kinderbuchreihe mit griechischer Mythologie bei Thienemann, aber das war dann doch absolut nicht meine Altersgruppe ;D

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  2. Also neugierig bin ich jetzt definitiv geworden. Märchenneuerzählungen lese ich immerhin sehr gerne.
    Solche Bücher dieser Art, finde ich zwar eher selten, doch dieses Jahr habe ich "The Charm School" gelesen und muss ganz ehrlich sagen, dass die Geschichte und alles drum und dran total bekloppt ist, wobei das Niveau auch eher zu wünschen übrig lässt, der Unterhaltungsfaktor aber auf jeden Fall vorhanden war xDD

    Liebe Grüße,
    Bramble

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    1. Aus dem Grund lese ich so gerne historische Romane, besonders so Sachen wie Iny Lorentz oder Susannah Kells xD Kann dir "Die Goldhändlerin" empfehlen. Darin verwendet so ein kurioser Typ einen Decknamen... Roland Fischkopf! So viel Einfallsreichtum gehört belohnt! Oder "Das Hexenamulett", oh Gottchen wie ich sowas liebe zwischendurch!

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  3. Märchenneuerzählungen finde ich eigentlich auch immer toll, und du scheinst das Buch im Endeffekt ja doch ganz gut gefunden haben :D
    Vielleicht sollte ich dem Ganzen auch mal eine Chance geben :)
    Sehr amüsante Rezi ;)

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    1. Es war ja an sich nicht so "richtig" schlecht, je nach Ansicht :) Ich fand es sehr abstrus, aber dennoch unterhaltsam. Von daher: Give it a try!

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